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Stand der Dinge
Grünes Licht...(pdf)
aus der Aroser Zeitung vom 1. April 2010
Medienmitteilung Heimatschutz (pdf)
vom 25.3.2010
Leserbriefe
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Es darf nun also gebaut werden,
redimensioniert zwar und mit verschiedenen Auflagen wie zum Beispiel der vollständigen Renaturalisierung der gesamten Fläche des heutigen Restaurants aber immer noch im Tarnkappen-Stil zuoberst auf derm Gipfelplateau.
Voraussichtlicher Baubeginn: Frühjahr 2011.
Der Heimatschutz Graubünden ist vor Bundesgericht mit seiner Beschwerde nicht durchgekommen (siehe Zeitungsberichte /Stand der Dinge)
Es scheint, dass die landschaftlichen Argumente nicht stark genug sind, den Gipfel(t)raum des Aroser Weisshorns unverbaut zu lassen.
Unserer Meinung nach ist es jedoch vor allem auch ein touristischer Blödsinn, den Charme dieses stillen, erhaben und hoch geschätzten Ortes so leichftertig zu opfern.
Der Weisshorngipfel war bis anhin glücklicherweise nahezu unverbaut. Alle Eingriffe wurden sorgsam in die Gipfellandschaft eingebettet. Er stellt im wahrsten Sinne des Wortes einen Höhepunkt im Gebiet der Aroser Bergbahnen dar.
Unser Gipfel hat viele Qualitäten: Versteckte Nischen, ruhige Sonnenterrassen, ausgesetzte Aussichtspunkte, ein erhabenes offenes Gipfelplateau, eine Gipfel-Bar mit unschlagbarem Panorama, ein bequem erreichbares Restaurant mit fantastischer Aussicht auch aufs Dorf und im Sommer sogar einen Kinderspielplatz.
Er hat für jeden etwas! Vor allem aber bietet er die Möglichkeit, das Panorama uneingeschränkt und im Freien zu geniessen. Er schafft ein wahres Gipfelerlebnis, das neue Besucher ebenso entzückt, wie es Stammgäste und Einheimische immer wieder neu berührt.
Weshalb soll eine so seltene Konstellation von Freiheit und natürlichem Hochgefühl auf einem für jedermann mit Bahn und Rolltreppe erschlossenen Gipfel verbaut werden?
Heute kann man den Berggipfel an der frischen Luft, bei Sonne, Wind und jedem Wetter erleben. Neben dem neuen Bau wird dazu kein Platz mehr sein. Keine Liegestühle, kein Spielplatz.
Soll man künftig das Panorama nur noch hinter Glas und als konsumierender Gast geniessen dürfen?
Das geplante Gipfelgebäude zerstört den Charme des Weisshorngipfels. Es wird Stammgäste verärgern und neue Besucher enttäuschen und es sendet ein fragwürdiges Zeichen zum Umgang Arosas mit seiner Landschaft.
Weder in den zahlreichen Mails, die wir erhalten haben, noch in der Diskussion im Dorf konnten wir irgendwelche Argumente finden, die für einen Bau auf dem Gipfel sprechen. Von "jammerschade", "völlig unverständlich" bis zu "arrogant" und "selbstherrlich" war in den Kommentaren die Rede.
Es fragt sich: Wer will diesen Bau auf dem Gipfel überhaupt?
Moderne Architektur und respektvoller Umgang mit der Landschaft könnten für Arosa ein wirklich wegweisendes Wahrzeichen schaffen, auf das wir stolz sein dürften.
Wir wünschen uns eine Bereicherung keine Verschandelung.
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